Generation Restoration Roundtable November 2025
Am 24. Februar 2025 veranstaltete Generation Restoration e.V. seinen sechsten Online-Rundtisch mit Teilnehmern aus verschiedenen Organisationen zu einer zentralen Frage:
«Wie gelangen wir von weitreichenden Schlussfolgerungen in Skalierung und Standardisierung zu einem fokussierten Rahmenwerk?»
Generation Restoration e.V. möchte aktiv als Brückenbauer fungieren und die inspirierenden Initiativen von Randgruppen, einschließlich Flüchtlingen und Gastgemeinden, verbinden und unterstützen. Im Vordergrund der Bemühungen von Generation Restoration e.V. stehen die Nutzung der Erfahrungen von Akteuren an der Basis, die Kombination von gemeinsamen Ansätzen oder Zielen, die Ausarbeitung von Standards und schließlich die Kontaktaufnahme mit internationalen Organisationen für politische Definitionen.
Während vorherige Sessions vor allem die Bedeutung von Ausrichtung und Institutionalisierung in den Mittelpunkt stellten, richtete sich der Fokus dieses Roundtables auf die nächste Stufe: die Grundlagen der Standardisierung.
Der Weg von der Skalierung zur Standardisierung
Der Roundtable knüpfte an Erkenntnisse aus fünf vorherigen Treffen an. Themen wie Saatgutsouveränität, Wirkungsmessung und Ressourcenkoordination hatten bereits wichtige Grundlagen gelegt.
Im Mai beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Ausrichtung als erster Phase der Standardisierung, im August mit Institutionalisierung und systemischen Pfaden für langfristige Veränderungen.
Der November-Roundtable führte diese Stränge zusammen. Die Teilnehmenden reflektierten ihre vorab eingereichten Analysen und verdichteten zentrale Erkenntnisse aus allen bisherigen Sessions – mit dem Ziel, erste Bausteine für konsistente Standards in Camps zu identifizieren.
Video-Aufzeichnung der Generation Restoration Roundtable am 14. November 2025.
Herausforderungen & Lösungen
In kollaborativen Brainstorming-Phasen wurden wesentliche Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen refugee-led Grassroots Organizations (GROs) und großen internationalen Akteuren sichtbar.
Zusammenarbeit mit NGOs & internationalen
Organisationen: Chancen und Barrieren
Herausforderungen
Häufige Änderungen bei Anforderungen oder Reportings
Geringe Ressourcen für Monitoring und Evaluation
Wenig persönliche Präsenz von Förderern im Feld
Große Sichtbarkeitslücke für lokale Projekte
Begrenzte digitale Infrastruktur (Laptops, Internet)
Was gebraucht wird
Partnerschaften, die beidseitig Wert schaffen
Realistische Projekt- und Budgetpläne
Mehrjährige Förderzusagen statt kurzer Projektzyklen
Gerechtere Verteilung von Mitteln zwischen INGOs und lokalen GROs
Zugang zu digitalen Tools & langfristiger Kapazitätsaufbau
Kulturelle Sensibilität und tieferes Verständnis der lokalen Kontexte
Das Fazit: Standardisierung gelingt nur, wenn Zusammenarbeit auf Augenhöhe stattfindet.
Zusammenarbeit mit staatlichen Akteuren
Herausforderungen
Strenge Anforderungen und lange Bearbeitungszeiten
Geringe Unterstützung, wenn GROs wenig Sichtbarkeit haben
Politische Eingriffe und informelle Erwartungen
Ungünstige Landzuteilung für Geflüchtete
Fehlende Kommunikationskanäle zwischen Regierung und Grassroots-Ebene
Was gebraucht wird
Gemeinsame Planungsplattformen zwischen Regierung und GROs
Bessere Informationswege bis zu lokalen Initiativen
Technische Unterstützung, um Programme an staatliche Vorgaben anzupassen
Echte „Localization“: Co-Design, direkte Mittel, faire Partnerschaften
Erste Antworten auf die Kernfrage: Was könnte über alle Camps hinweg konsistent sein?
In gemeinsamen Sitzungen entwickelten die Teilnehmer erste Ideen für Standards und Praktiken, die möglicherweise auf andere Kontexte übertragbar sind:
Mögliche konsistente Praktiken:
Bewusstseinskampagnen (z. B. zu Bodenfruchtbarkeit, Saatguterhalt)
Peer-Learning-Gruppen innerhalb der Camps
Regelmäßige virtuelle Austausche
Praktiken für gemeinschaftliche Ressourcennutzung
Ein Hindernis wurde deutlich: Austausch scheitert lokal oft an fehlenden Transportmöglichkeiten oder Essensversorgung für Treffen. Digitale Austauschformate werden daher in künftigen Sessions weiter untersucht.
Der Roundtable im November markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem gemeinsamen Rahmenwerk für regenerative Ansätze in humanitären Kontexten.
Die Teilnehmenden werden bis Februar weitere Elemente sammeln, insbesondere dazu, wie konsistente Protokolle und Praktiken GROs in verschiedenen Camps unterstützen können.
Mach mit bei der Bewegung
Diese Bemühungen zu koordinieren ist die Motivation und der Grund für die Gründung von Generation Restoration e.V.
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