Komposttoiletten für mehr Resilienz: Regenerative Sanitärversorgung im Flüchtlingscamp Nakivale
Sorge mit uns für Würde und bessere Böden: Baue mit uns die nächsten 12 Komposttoiletten!
Sanitärkrise im Nakivale-Flüchtlingscamp – globale Herausforderung, lokale Realität
Das Flüchtlingscamp Nakivale in Uganda steht vor einer eskalierenden humanitären Krise. Über 100.000 Menschen fliehen weiterhin vor der Gewalt im Osten Kongos – und treffen auf eine Infrastruktur, die längst überlastet ist. Mangelhafte sanitäre Versorgung gefährdet täglich tausende durch wasserbedingte Krankheiten, Umweltverschmutzung und dauerhaft verschlechterte Lebensbedingungen.
Diese Situation steht stellvertretend für eine globale Herausforderung: Weltweit sterben täglich 800 Kinder an den Folgen schlechter Hygiene, meist durch vermeidbare Durchfallerkrankungen. Bis 2030 könnten fast 3 Milliarden Menschen ohne sicheren Zugang zu Toiletten leben. In Camps wie Nakivale ist das keine Statistik, sondern bittere Realität – mit dramatischen Folgen für Gesundheit, Umwelt und Würde.
Doch Lösungen sind vorhanden: regenerativ, bezahlbar und sofort wirksam.
Komposttoiletten für die Resilienz von Flüchtlingen: Regenerative Sanitärversorgung im Nakivale Camp, Uganda Ⓒ Ein Film von PEACE, bereitgestellt von Unidos Projects
Komposttoiletten als regenerative Infrastruktur
Gemeinsam mit unserer Flüchtlings-geführten Partnerorganisation UNIDOS, setzt Generation Restoration e.V. ein regeneratives Sanitärmodell um – basierend auf Komposttoiletten und zirkulärem Abfallmanagement.
Warum setzen wir auf Komposttoiletten im Flüchtlingscamp?
✅ Kein Wasseranschluss oder Abwassersystem notwendig
✅ Wartungsarm und an ländliche Kontexte anpassbar
✅ Verwandeln menschliche Ausscheidungen in wertvollen Kompost
✅ Unterstützen Bodenregeneration und Ernährungssicherheit
✅ Verringern die Abhängigkeit von Kunstdünger
✅ Stärken lokale Gemeinschaften durch Schulung und Eigenverantwortung
Dieser Ansatz verbindet akute Hygienelösungen mit langfristiger Regeneration.
Zwei Komposttoiletten-Modelle als Lösung
Wir installieren 30 umweltfreundliche Komposttoiletten auf Basis zweier einfacher, aber wirkungsvoller Modelle – Arboloound Ecosan – beide speziell für den Einsatz ohne Wasser- oder Abwasseranschluss konzipiert.
Arboloo Toiletten: Aus Abfall entstehen Bäume
Die Arboloo ist eine einfache, mobile Trockentoilette – entwickelt für Kreislaufwirtschaft und Regeneration. So funktioniert sie:
1. Eine flache Grube wird gegraben und mit einer mobilen Bodenplatte und einem Schutzdach versehen.
2. Trockenes Material (Asche, Blätter oder Erde) werden nach jeder Nutzung hinzugefügt – das fördert die Kompostierung und verhindert Gerüche.
3. Ist die Grube voll, wird das Häuschen an einen neuen Standort versetzt.
4. Ein Baum wird in die gefüllte Grube gepflanzt – der Abfall hat sich in nährstoffreiche Erde verwandelt.
5. Die Methode fördert Bodenfruchtbarkeit, Wiederaufforstung und sichtbare Veränderung im Camp.
Ecosan-Toiletten: Sicher, Skalierbar, Zirkulär
Ecosan, kurz für ökologische Sanitärversorgung, ist ein containerbasiertes System , das auf Wiederverwertung und Mobilität ausgelegt ist:
1. Die Fäkalien werden in versiegelten Behältern unter dem Toilettensitz gesammelt.
2. Nach jeder Nutzung wird Trockenmaterial (Asche oder Sägespäne) hinzugefügt, um Gerüche zu kontrollieren und den Kompostierungsprozess zu starten.
3. Sobald die Behälter voll sind, werden sie zu einer zentralen Kompostierungsstelle transportiert.
4. Die Abfälle werden hygienisiert und sicher kompostiert, sodass nährstoffreiche Erde entsteht.
5. Der Kompost wird für Landwirtschaft, Aufforstung oder Begrünung im und um das Camp wiederverwendet.
Spendenaufruf: Unterstütze regenerative Sanitärversorgung in Nakivale
Wir suchen Unterstützer:innen für den Start einer regenerativen Sanitär-Initiative im Nakivale-Flüchtlingscamp in Uganda:
Spendenziel: € 14,000
Der Betrag deckt Folgendes ab:
- Bau von 30 Komposttoiletten
-
Lokale Arbeitskräfte, Materialien & Wartung
Schulungen zur Kompostierung & Hygiene
Sichere Nutzung & Monitoring der Abfälle
Warum regenerative Sanitärversorgung?
Hier geht es um mehr als nur Toiletten. Es geht darum, die Krise in eine Chance zu verwandeln: Wo Abfall zur Ressource wird, wo geflüchtete Menschen selbst handeln, wo Umweltheilung beginnt – und Resilienz von unten wächst.
Lasst uns Würde und Widerstandsfähigkeit aufbauen – eine Toilette, ein Baum, eine Ernte nach der anderen.
Regeneration braucht Menschen wie Dich!









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