Online Roundtable February 2026
Am 20. Februar 2026 fand unser Online-Roundtable mit erfahrenen Vertreter:innen von Grassroots-Organisationen (GROs) statt. Mit dieser Session haben wir die aktuelle Roundtable-Reihe abgeschlossen, die sich intensiv mit der Frage beschäftigt hat, wie regenerative Ansätze in Flüchtlingscamps strukturell verankert und standardisiert werden können.
Gleichzeitig markiert dieser Roundtable einen Übergang: Künftig werden wir verstärkt die Perspektive internationaler Organisationen (IOs) einbeziehen und den Dialog um eine weitere wichtige Ebene erweitern.
«Was, wenn wir Flüchtlingscamps in regenerative Orte der Hoffnung verwandeln können?»
Vom Skalieren zur Standardisierung
In den vergangenen Sessions wurde immer wieder deutlich: Wirkung entsteht nicht nur durch Wachstum, sondern durch Struktur. Während frühere Roundtables Themen wie Skalierung, Saatgutproduktion, Saatgutkonservierung sowie Impact-Messung behandelten, lag der Fokus dieser Sitzung auf dem nächsten Schritt: Standardisierung.
Standardisierung verstehen wir nicht als starres Modell, sondern als gemeinsame Grundlage für regenerative Praxis in unterschiedlichen Kontexten. Ziel ist es, soziale und finanzielle Strukturen so zu entwickeln, dass aus einzelnen Projekten langfristig tragfähige Systeme entstehen.
Die Diskussion knüpfte dabei an zwei zentrale Schritte an:
Alignment – bessere Abstimmung von Ressourcen, Strategien und frühem Geber-Engagement
Institutionalization – Zusammenarbeit mit institutionellen Förderern und Entwicklung tragfähiger Strukturen
Leitfragen des Roundtables
Die Diskussion wurde von drei zentralen Fragen geleitet:
- Welche Praktiken, Protokolle und Prinzipien lassen sich camp-übergreifend anwenden, um regenerative Ansätze zu stärken?
- Welche Hürden erschweren die konsequente Umsetzung und den Austausch zwischen Organisationen?
- Was sollten internationale Organisationen aus Sicht der Grassroots-Partner mehr – oder weniger – tun?
Videoaufzeichnung des Generation Restoration Roundtable am 20. Februar 2026.
Zentrale Erkenntnisse
Was sich standardisieren lässt
Teilnehmende identifizierten mehrere Ansätze, die über verschiedene Kontexte hinweg tragfähig sind:
- Aufklärungskampagnen zu Bodenfruchtbarkeit und SaatgutkonservierungAufbau von Austauschgruppen innerhalb von Camps
- Kontinuierliche virtuelle Austauschformate
- Peer-Learning-Zirkel
- Schulungen und strukturierter Wissenstransfer
- Wertschöpfungsketten und Marktidentifikation
Besonders deutlich wurde: Standardisierung bedeutet nicht Vereinheitlichung, sondern das Teilen bewährter Prinzipien.
Was Umsetzung und Austausch erschwert
Ebenso offen wurde über strukturelle Hindernisse gesprochen:
- Reise- und Verpflegungskosten
- Sprachbarrieren
- Kulturelle Unterschiede
- Fehlende Gemeinschaftsräume
- Geringe Anreize für organisationsübergreifenden Austausch
- Konkurrenz um begrenzte Ressourcen
- Eingeschränkter Zugang zu digitalen Plattformen
- Diese Faktoren zeigen, dass Regeneration nicht nur eine ökologische, sondern auch eine strukturelle Herausforderung ist.
Ausblick: Integration der Perspektive internationaler Organisationen
Mit dem Februar-Roundtable schließen wir die Phase ab, in der Grassroots-Organisationen im Mittelpunkt standen.
Die nächste Roundtable-Reihe wird den Dialog erweitern und gezielt die Perspektive internationaler Organisationen integrieren. Ziel ist es, Brücken zwischen lokaler Praxis und institutionellen Strukturen zu bauen – für wirkungsvolle, regenerative Systeme in humanitären Kontexten.
Wenn Sie sich an diesem Austausch beteiligen möchten oder Personen bzw. Organisationen kennen, die wertvolle Perspektiven einbringen könnten, freuen wir uns über eine Weiterleitung oder eine direkte Kontaktaufnahme unter vorstand@gen-r.de.
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Die Koordinierung dieser Bemühungen ist die Motivation und der Grund für die Gründung von Generation Restoration e.V. Wichtige Links zur Weiterverfolgung:
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