Regenerative Landwirtschaft in Norduganda: Wie lokale Akteure ein neues Lebensmittelsystem aufbauen

In Norduganda verwandeln das Ghetto Research Lab und das Uganda Permaculture Consortium die unsichere Ernährungslage durch Agrarökologie und kommunale Führung in Widerstandsfähigkeit.

Was passiert, wenn Regenerationspioniere, Gemeindeorganisatoren und Permakultur-Praktiker zusammenkommen, um gemeinsam eine Vision für die Zukunft zu entwerfen? In Gulu, Norduganda, wurde diese Frage in die Praxis umgesetzt – mit inspirierenden Ergebnissen, die als Modell für andere Regionen dienen können. Im Mittelpunkt dieser Initiative stand eine zentrale Frage:

«Wie können wir ein Netzwerk aufbauen, das die regenerative Landwirtschaft stärkt, Ernährungssouveränität ermöglicht und systemische Veränderungen vorantreibt, die in der Gemeinschaft selbst verwurzelt sind?»

Unter der Leitung eines lokalen Teams um Geoffrey Kwala (ein Ugander, der derzeit in Köln lebt) wurde in einem Workshop mit mehreren Interessengruppen eine aussagekräftige Systemkarte erstellt, die die wichtigsten Hebelpunkte und Herausforderungen beim Aufbau eines nachhaltigen Lebensmittelsystems visualisiert. Die Gruppe identifizierte die wichtigsten „Nischensektortreiber“, die besonders effektiv für Veränderungen sorgen.

Zu den wichtigsten Treibern gehören:

    • Permakultur-Schulungen und von Landwirten geleitete Gruppen
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    • Digitale Werkzeuge (z. B. GIS, Kartierung, Hylo)
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    • Lokales Wissen über Heilpflanzen und biologische Vielfalt
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    • Gemeinschaftsführung und kulturelle Praktiken

Das Ziel: Ein wachsendes Netzwerk, das regenerative Praktiken in ganz Uganda stärkt – durch Wissensaustausch, gemeinsames Lernen und systemische Zusammenarbeit.

Von der Gemeinschaft gesteuerte Karte der Transformation des Ernährungssystems in Uganda: Von lokalen Akteuren identifizierte Schlüsselfaktoren und Ergebnisse zur Förderung von regenerativer Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Klimaresilienz.

Herausforderungen erkennen - und Lösungen mitgestalten

Gleichzeitig wurde ein gemeinsamer Forschungsprozess mit den Bewohnern einer informellen städtischen Siedlung in Kampala durchgeführt, auch in Zusammenarbeit mit dem  Ghetto Research Lab. Ziel war eine umfassende Bedarfsanalyse – nicht nur in Bezug auf Lebensmittel, sondern auch:

    • Zugang zu Wohnraum, Bildung und psychosozialer Betreuung
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    • Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Energie
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    • Sauberes Trinkwasser und sichere sanitäre Anlagen
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    • Ernährungssouveränität und urbane Landwirtschaft
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Die Visionen der Teilnehmer sind ehrgeizig, aber greifbar: eine nachhaltige urbane Zukunft, die durch gemeinschaftlich betriebene Landwirtschaft, abfallfreie Systeme und kreative Lernräume geprägt ist.

Warum dies für die Generation Restoration wichtig ist

Bei Generation Restoration engagieren wir uns für regenerative Lösungen in Flüchtlingslagern und gefährdeten Regionen – von Permakultur und Saatgutproduktion bis hin zu Bildung und Netzwerkbildung. Der Workshop in Gulu und die Forschung in Kampala zeigen deutlich: Die Lösungen sind bereits vorhanden. Was oft fehlt, sind Sichtbarkeit und strukturelle Unterstützung.

Deshalb wollen wir diese Materialien – mit unserem Netzwerk und darüber hinaus – als Inspiration und als Brücke zu neuen Partnerschaften teilen. Sie zeigen, wie Bottom-up-Initiativen eine echte Resilienz fördern und einen Beitrag zur globalen Diskussion über Klimagerechtigkeit und Ernährungssicherheit leisten können.

Weitere Lektüre:

Wenn Sie daran interessiert sind, die Ideen hinter regenerativen Lebensmittelsystemen noch tiefer zu erforschen, empfehlen wir Ihnen die Lektüre der Masterarbeit von Geoffrey Kwala:

📖 Building Resilient Food Systems in Displacement Settings

In seiner Forschungsarbeit analysiert Geoffrey Kwala praktische Wege zur Stärkung der Ernährungssouveränität und Resilienz in Flüchtlingssiedlungen und verbindet dabei akademische Erkenntnisse mit realen Erfahrungen aus der Gemeinschaft.

Lesen Sie die vollständige Dissertation hier